composer

TIME FOR OUTRAGE! / Sinfonisches Blasorchester Ludwigshafen / Conductor: Jens Weismantel / Konzert im Pfalzbau, 17:00 Uhr
I'm really looking forward to this concert with TIME FOR OUTRAGE! on the programme!
1. Breaking Silence
Takt 1-15 : Allgemeines Unbehagen, bedrückte Atmosphäre
Ab Takt 15 : erste zaghafte Stimmen melden sich zu Wort
A : Sax sopran-Solo, später (T. 32) mit Trompete animieren immer mehr (Protest)-Stimmen zum Mitmachen, bis schlussendlich der Breaking-Silence-Punkt bei C nach einem gewaltigen Crescendo im Tutti erreicht wird.
Bei D allerdings verebbt die Musik wieder – es scheint, dass die Stimmen gegen die vielen Ungerechtigkeiten, gegen Krieg und Raffgier, gegen Reichtum und Armut . . . nicht gehört wurden.
Und so verklingt die Musik im Nichts, so wie sie angefangen hat (E bis Schluss Teil 1)
Attacca :
2. Troubled
Das Tempo wird gesteigert, die Message bleibt fast unverändert. Eine allgemeine Angst wird durch Flatterzungen-Technik in den Saxophonen und Blechbläsern ausgedrückt, eine Anzahl neuer Motive werden vorgestellt, viele (Überraschungs)-Effekte unterstreichen die gewünscht-beängstigende Atmosphäre.
5. Takt nach H : die Musik wird zunehmend aggressiver – die Stimmen werden lauter und mehr, der Ton verschärft sich . . .
Ein erster Höhepunkt wird vor K erreicht.
Ab N ertönt ein Choral im tiefen Blech, gespickt mit schnellen Läufen in den Flügelhörnern und Saxophonen.
O : eine kurze Überleitung (Hauptthema) mündet ‘ attacca ‘ in den letzen Satz
3. Rock the Culprits !
Während 4,5 Minuten werden jetzt die Schuldigen ‘ gerockt ‘ , nicht bestraft (dazu habe ich weder das Recht, noch die Möglichkeit).
Mit einer guten Portion Sarkamus kann ich die Schuldigen auf meine Art & Weise vorführen, ich kann sie musikalisch vor mir hertreiben, unerbittlich, ohne Pause, bis zum Ende der Komposition.
Es gibt wohl einige vermeintliche Verschnaufpausen, aber die sind nur rein orchestrationstechnisch bedingt und haben keinen Einfluss auf das schnelle Tempo.
Das Stück endet abrubt, nach einer Fermate, fast mit einem Knall (tiefes Blech und Schlagzeug). Ab jetzt obliegt es dem Zuhörer, sich selbst mit dem Gehörten auseinander zu setzen. Tut er das, ist meine Message angekommen. Mehr will ich mit diesem Stück eigentlich auch nicht erreichen.
Marco Pütz